Das Altern von Papier ist ein Problem, nicht nur für die Restauration von alten Büchern. Auch Kunstwerke, in denen viel Arbeit, Können und Herzblut steckt leiden darunter. Darum lohnt es sich, in gute Materialien zu investieren: Papier sollte alterungsbeständig sein und Farben sollten lichtecht sein!
Außerdem kann man dem Alterungsprozess entgegenwirken, indem das Kunstwerk gut gerahmt ist. Im Beispiel siehst du eine Radierung, die in einem einfachen Glasbildträger ausgestellt ist. Klar zu sehen, ist hier, dass das Papier wesentlich mehr altert, wo es mit der Luft in Berührung kommt: An den Kanten und über den Löchern im Bilderrücken, die für die Klammern vorgesehen sind.


Das ist ein Grund, warum man Kunstwerke in ein Passepartout montiert: Die Kanten sind dann dicker und das Bild ist besser abgeschirmt. Außerdem sollte eine stabile Pappe hinter dem Kunstwerk im Bildträger liegen, so ist das Bild auch über den Klammer-Löchern geschützt.
Wenn das Bild in einen richtigen Rahmen kommt, dann montiert man es auf einer Rückwand im Passepartout unter dem Glas und und versiegelt die Kanten mit einem Klebestreifen (auch alterungsbeständig!). Das Ganze wird dann komplett und en Rahmen montiert. So ist das Bild am besten geschützt. Das untere Bild zeigt ein so geschütztes Bild. Beide Bilder haben das selbe Alter (ca 60 Jahre) und hingen immer nebeneinander, hatten also die selben Bedingungen.

