Stahlfedern richtig pflegen

Du hast traditionelle Stahlfedern zum Schreiben? Dann solltest du sie gut pflegen, damit sie dir lange Freude bereiten! Normalerweise kauft man diese Federn nur einmal im Leben. Ich habe viele meiner Federn von meiner Mutter, die sie als junges Mädchen gekauft hat, oder bereits gebraucht geschenkt bekommen hat.

Hier erfährst du wie du deine Federn richtig behandelst:

Neue Federn:

Wenn die Federn ganz eu sind, schreiben sie vielleicht nicht richtig, weil sie von der Fertigung noch leicht fettig sind und darum keine Tinte oder Tusche annehmen und sie perlt ab. Reinige neue Federn daher vorsichtig mit etwas Spiritus. Das entfernt den Fettfilm und die Tinte kann die Feder besser benetzen. Manche Kalligrafie stechen die Feder auch (vorsichtig in eine rohe Kartoffel. Ich habe das jedoch noch nie gemacht, ich habe Angst, die Feder dabei zu verbiegen.

Möglicherweise hat die Feder außerdem einen feinen Grad und kratzt. Das ist zuweilen bei billigen Federn der Fall. Mit einem sehr feinen ( ! )Schleifstein oder Korrundpapier kannst das aber beheben. Sei dabei aber extrem vorsichtig! Die Fläche, die du schleifen willst ist sehr klein, darum brauchst du keine große Kraft dazu und musst sehr, sehr vorsichtig vorgehen! Hochwertige Federn sollten das jedoch gar nicht nötig haben, weil sie ab Werk bereits entgratet und poliert sind.

Reinigung der Federn

Nach Gebrauch reinigst du die Federn gleich mit klarem Wasser und wenn nötig mit ein wenig Spiritus. Das ist besonders wichtig, wenn du Tusche statt Tinte verwendest, denn sie trocknet wasserfest auf. Dann muss die Feder wieder gut trocknen.

Manche Federn bestehen aus mehreren Teilen dann kannst du in der Regel die Deckfeder abnehmen. Sie dient dazu, mehr Tinte zu halten, so dass du lange schreiben kannst ohne neu Tinte aufzunehmen. Zum Reinigen kannst du die Deckfeder einfach abziehen und nach dem Trocknen einfach wieder aufklipsen.

Lagerung der Federn

Du solltest deine Federn natürlich immer trocken lagern und wenn du sie du nicht täglich benutzt auch wieder etwas fetten: Reibe mit der Fingerspitze ein bisschen an deinem Nasenflügel, du merkst es vielleicht nicht, aber dort findest du ein bisschen Fett. Dann reibst du dieses Fett auf die Feder. Das ist so wenig, dass du es kaum merken wirst, und es stört auch in der Regel nicht beim Schreiben. — Das funktioniert natürlich nur, wenn du kein Make-up oder eine Gesichtscreme aufgetragen hast.

So wirst du lange Freude an deinen Federn haben.